Arganöl - Informationen über Argan-Öl

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Über Arganöl – Das flüssige Gold Marokkos

Was ist Arganöl?

Arganöl wird immer populärer und bekannter, was das wertvolle Öl seiner wunderbaren Wirkung zu verdanken hat. Gewonnen wird es aus den Früchten – oder genauer gesagt den Kernen – des Arganbaums. Anders als bei Oliven ist das jedoch gleich aus mehreren Gründen ein schwieriges Unterfangen.

 

Die Herkunft des Arganöls

Der Arganbaum oder Argania Spinosa wächst fast ausschließlich im Südwesten Marokkos und auch hier nur in einem recht begrenzten Gebiet. Es gibt weltweite Versuche, den Baum anzusiedeln – bisher jedoch nur mit begrenztem Erfolg. Selbst in Klimazonen in denen er wächst, trägt er kaum Früchte oder die Qualität des gewonnenen Öls ist deutlich geringer.

Da die Arganie nur in Marokko wächst, wurde das Verbreitungsgebiet durch die UNESCO bereits im Jahr 1998 geschützt. Zudem sind alle Arganienbäume im Besitz des Staates, selbst wenn diese auf privaten Grundstücken stehen. Privatleute bekommen lediglich das Recht zur Nutzung, müssen sich jedoch an einige Regeln halten. Darunter das Verbot, die Bäume zur Ernte zu schütteln. Dies ist notwendig, da der Baum über mehrere Monate hinweg blüht, auch dann, wenn er bereits Früchte trägt. Beim Schütteln könnten die Blüten ebenfalls abfallen, was den Gesamtertrag deutlich reduziert.

Das macht die Ernte deutlich schwerer.

 

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Die Ernte

Ein Schütteln des Baums ist nicht möglich, da es die Blüten gefährdet. Zugleich können die Früchte nicht von Hand gepflückt werden, da sie durch Stacheln an den Zweigen geschützt sind. Anstatt einer direkten Ernte, werden die hartschaligen Früchte daher vom Boden aufgelesen. Hierfür sind eine lange Zeit und viel Aufwand von Nöten, da die reifen Früchte über Wochen hinweg abfallen.

Teilweise werden auch Ziegen für die Ernte eingesetzt. Diese sind die einzigen, die sich trotz der Stacheln an den Arganienfrüchten satt essen können. Da das Öl ohnehin aus den Kernen, auch Mandeln genannt, hergestellt wird, werden diese dann aus den Exkrementen der Ziegen entfernt, gereinigt und weiterverarbeitet. Das mag ungewohnt und sogar ungesund klingen, tatsächlich schwören aber Berber auf diese Art der Gewinnung – da sie sich sogar geschmacklich positiv auswirken soll.

 

Die mühsame Gewinnung des wertvollen Öls

Nach der bereits nicht einfachen Ernte, werden die Früchte zunächst in der Sonne getrocknet und im Anschluss von der Schale befreit. Die weitere Verarbeitung vor der Ölherstellung ist auf zwei Wegen möglich. Für den Einsatz in der Küche werden die Kerne der Arganienfrüchte geröstet. Dadurch erhalten sie einen sehr angenehmen Geschmack. Für den Einsatz in der Kosmetik und Pflege bleiben die Mandeln hingegen roh.

Das weitere Vorgehen wird ebenfalls in zwei Arten unterschieden. Zum einen die traditionelle Gewinnung der Berberfrauen per Hand. Das Öl wird hier förmlich aus den zerkleinerten Kernen herausgeknetet. Dafür sind – ebenso wie bereits zur Ernte – viel Aufwand und Zeit nötig. Die Herstellung eines Liters Öl nimmt etwa anderthalb Tage Arbeit in Anspruch.
Für die kommerzielle Vermarktung wird daher meist ein anderer Weg gewählt, nämlich die maschinelle Ölgewinnung. Hierbei werden die Mandeln zerrieben und im Anschluss gepresst.

 

So exklusiv ist das Arganöl

Für einen einzigen Liter Arganöl sind etwa 30 Kilogramm Früchte von Nöten. Eine Arganie bringt einen jährlichen Ertrag von etwa fünf Kilogramm. Entsprechend viele Bäume müssen also zur Verfügung stehen – und das für nur einen Liter des Öls. Hierzu kommt noch, dass das Verbreitungsgebiet stark begrenzt ist.
Daher können nur etwa drei bis vier Millionen Liter pro Jahr gewonnen werden. Das mag nach viel klingen, im Vergleich mit beispielsweise Oliven wird aber wiederum klar, wie exklusiv das Öl wirklich ist. Beim Olivenöl werden immerhin fast drei Milliarden jährlich gewonnen.

 

Das kann das Öl der Arganie leisten – Die erforschte Wirkung

Dem Arganöl werden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben. Ein Wundermittel ist es jedoch nicht. Zudem zeigt sich die Wirkung bei jedem in unterschiedlicher Stärke. Ein voller Erfolg ist also nicht vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass nicht alle Wirkungsweisen wissenschaftlich bewiesen sind. Einige sind es aber bereits. Darunter die Folgenden:

  • Erhöht die Fähigkeit der Haut Feuchtigkeit zu speichern
  • Macht Haut durch Fettsäuren elastischer
  • Wirkt entzündungshemmend
  • Fördert Regeneration und Zellerneuerung
  • Wirkt fungizid, wirkt also gegen Haut- und Nagelpilz
  • Fördert das natürliche Gleichgewicht der Haut
  • Stärkt den körpereigenen Schutz
  • Bekämpft Bakterien und Pilze
  • Fördert die Wundheilung
  • Hält das Haar elastisch
  • Pflegt die Nägel und die Nagelhaut

Daher eignet es sich für die folgenden Krankheiten, Probleme und Aufgaben:

  • Schuppenflechte
  • Sonnenbrand
  • Dehnungsstreifen
  • Schuppen
  • Verbrennungen
  • Insektenstiche
  • Schutz vor Spliss
  • Anti-Aging-Pflege
  • Haarpflege
  • Brüchige Nägel
  • Rissige Haut
  • Falten
  • Trockenheit
  • Entzündungen
  • Schnittwunden
  • Pickel
  • Mitesser
  • Akne
  • Fellpflege bei Hunden, Katzen und Pferden
  • Versorgung der Haut
  • Verjüngung von Haut, Haaren und Nägeln
  • Reinigung
  • Entfernung von Make-up

Die äußerliche Verwendung von Arganöl in der Pflege ist also besonders vielseitig und vielfältig.

 

Was steckt im Arganöl?

Verantwortlich für die wunderbare Wirkung des Arganöls sind natürlich die wertvollen Inhaltsstoffe. Zu diesen gehören:

  • Vitamin E
  • Vitamin F – Essenzielle Fettsäuren, Omega-3 und Omega-6
  • Essenzielle Fettsäuren, wie Omega-6
  • Phenole
  • Carotine
  • 70 Prozent bis 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren, wie Linolsäure und Linolensäure
  • Antioxidantien
  • Palmitinsäure
  • Stearidonsäure
  • Omega-9-Fettsäure
  • Squalen
  • Vanillinsäure
  • Ferulasäure
  • Tyrosol
  • Syringasäure

Diese Substanzen haben gleich mehrere Effekte.

 

Fakten und Informationen zur Wirkung des Arganöls

  • Arganöl ist antioxidativ, das heißt, es bekämpft und hemmt die Auswirkungen von freien Radikalen. Diese schädlichen Stoffe können zu vorzeitiger Alterung führen – und das bei Haut, Haaren und Nägeln. Eine Behandlung mit dem Öl des Arganbaums ist also nicht nur in der Hautpflege sinnvoll, sie kann stattdessen rundum verjüngend wirken.
  • Die Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffe fördern das natürliche Gleichgewicht und die Schutzschicht derHaut. Sie sorgen dafür, dass Feuchtigkeit besser gespeichert werden kann und verhindern so das Austrocknen.
  • Enthält essenzielle Fettsäuren und Vitamine, also Substanzen, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann – für den reibungslosen Ablauf von mehreren Abläufen aber benötigt.
  • Löst einige Chemikalien und weitere Stoffe, wodurch es zur Reinigung geeignet ist.
  • Hemmt und bekämpft effektiv die Ausbreitung von Bakterien, Viren und Pilzsporen.
  • Wirkt gegen Entzündungen.
  • Das Öl fördert die Erneuerung von Zellen und der Haut.
  • In der Haarpflege ummantelt es das Haar und schützt es so vor Reibung und weiteren Schäden, wodurch es sich glättet, mehr glänzt und weniger anfällig für Spliss wird.
  • Erhöht die Elastizität von Haut, Haaren und Nägeln. Hierdurch können brüchige, raue Stellen und vorzeitige Alterung vermieden werden.
  • Wirkt nachweislich bei Akne, Pickeln, Mitessern und Hautunreinheiten, da es Entzündungen hemmt, reinigt und Keime bekämpft. Durch die zusätzliche Aktivierung der Heilungskräfte und die Versorgung der Haut können Narben positiv beeinflusst und nachträglich verbessert werden.
  • Die Bekämpfung von freien Radikalen lässt das Öl zum idealen Sonnenschutz und auch zur nachträglichenPflege von verbrannter Haut werden.
  • Trockene Haut und gar Schuppenflechte sowie Kopfschuppen profitieren von dem Einsatz des wertvollen Öls. Eigene Schutzmechanismen und die Balance werden aktiviert.
  • Arganöl sollte pur nur mit Bedacht eingesetzt werden, denn es gehört zu den sogenannten trockenen Ölen. Das bedeutet, dass es auf Dauer und in zu hohen Konzentrationen den gegenteiligen Effekt hat, die Haut also austrocknen kann.
  • Zur innerlichen und äußerlichen Anwendung geeignet.
  • Nimmt den Juckreiz und beruhigt die Haut, daher ideal bei Insektenstichen.

Arganöl für die Hautpflege – Hinweise und Anleitung

Die zahlreichen Vorzüge des Arganöls in der Hautpflege wurden bereits erwähnt. Wie lassen sich diese Erfolge aber erreichen? Für die Behandlung der verschiedenen Probleme der Haut, sollten auch verschiedene Vorgehensweisen angestrebt werden. In welcher Form und mit welcher Methode vorgegangen werden sollten, erfahrene interessierte Leser hier.

 

Anti-Aging Hautpflege

Wer die Zeichen der Zeit herauszögern möchte, ist mit Arganprodukten bestens beraten. Vor allem das Öl aber auch speziell angemischte Cremes können hier scheinbar Wunder wirken, da sie gegen Falten, Narben und Altersflecken helfen. Der Effekt auf die Elastizität der Haut, die förderliche Wirkung bei der Zellerneuerung und die Versorgung ist ebenfalls nicht zu verachten.

Angewendet werden die Produkte in der Pflege reifer Haut regelmäßig und je nach Mittel laut Angaben des Herstellers. Am besten aber täglich und auf gereinigter Haut. Eine leichte Massage während der Anwendung kann zusätzlich effektiv sein, da sie die Durchblutung anregt und das Gewebe aktiviert. So wirkt der Teint bereits direkt nach der Anwendung frischer und verjüngt.

Eines muss bei dem Einsatz als Anti-Aging Pflege aber beachtet werden: der trocknende Effekt. Auf Dauer oder bei zu häufigem Einsatz in purer Form wirkt das Arganöl austrocknend auf die Haut. Daher sollte es nicht ausschließlich in purer Form, sondern vermehrt mit anderen Ölen gemischt, in Feuchtigkeitscreme gerührt oder in fertigen Kombinationen verwendet werden.

 

Arganöl gegen Unreinheiten und Akne

Argan kann Unreinheiten sowie Keime bekämpfen und die Poren verfeinern. Hierdurch ist es optimal bei Akne. Aber auch bei Mitessern, vereinzelten Pickeln und Entzündungen.

Wirksam ist es weiterhin bei Neurodermitis und Schuppenflechte, allergischen Reaktionen, Reizungen und Wunden – denn all diese profitieren durch Keimbekämpfung und Förderung der Wundheilung von dem wertvollen Öl. Es hilft dem Körper, die Balance wieder herzustellen und die Feuchtigkeit zu regulieren. Daher eignet es sich sogar dann zur Pflege, wenn die Haut sehr empfindlich oder vergleichsweise fettig ist. Vom Baby bis zum Senior kann es daher angewendet werden.

Auch hier sollte es wiederum zumindest anfangs pur zum Einsatz kommen. Je trockener die Haut und desto länger die Anwendung, desto ungünstiger ist diese Form aber. Alternativ ratsam sind dann wiederum Mischungen mit anderen Ölen und Zusätzen sowie Produkte, die nur einen kleinen Anteil des Öls enthalten.

 

Zusätzlich kann das Öl als Bestandteil in den folgenden Produkten und Mitteln Verwendung finden:

  • Zur schonenden Reinigung
  • Als Maske mit Heilerde vermischt
  • Mit Salz oder Zucker als Peeling
  • Als Badezusatz

Dehnungsstreifen und Narben

Die äußerliche Pflege mit dem hochwertigen Öl wirkt sich auch auf Dehnungsstreifen und Narben aus. Das in dem hochwertigen Öl enthaltene Vitamin E und die weiteren Stoffe aktivieren die Zellerneuerung und die Heilung, sie halten die Haut elastisch und fördern so eine unauffällige Narbenbildung. Zudem verhindern sie von vornherein ein Reißen der Haut oder reduzieren zumindest das Risiko. Gleiches gilt bei Narben.

Daher ist es vor allem während der Schwangerschaft ein wertvolles Mittel. Anzuwenden ist es bei Narben, Schwangerschaftsstreifen und sonstigen Dehnungen als Hautöl, das zweimal täglich in die zuvor gereinigte und erwärmte Haut einmassiert wird.

 

Anleitung für eine Maske

Die gründliche Reinigung und Versorgung der Haut ist am besten durch eine Maske gewährleistet. Neben der pflegenden Kosmetik hat diese auch einen entspannenden Effekt, weswegen sie sich vor allem bei Hautunreinheiten, Akne und spannender gereizter Haut eignet.

Gefertigt wird sie aus Heilerde oder Grünem Tonerde und Arganöl. Das Verhältnis hier liegt bei etwa 3:1. Das heißt also, dass drei Teile, beispielsweise Teelöffel, Heilerde oder Tonerde und ein Teil Öl vermischt werden. Aufgetragen reinigt und beruhigt diese Maske, sie hat einen angenehmen kühlenden Effekt und ist porenverfeinernd. Um die Hautpflege weiterhin zu unterstützen, kann das Öl auch in eine Feuchtigkeitscreme gerührt oder ein entsprechendes Produkt verwendet werden.

 

Schritt für Schritt

  1. Drei Teile Heilerde oder Grüne Tonerde in eine kleine Schale geben und leicht auflockern, Klümpchen zerdrücken und eine kleine Kuhle für das Öl formen.
  2. Einen Teil Arganöl in die Kuhle geben, Erde und Öl mit einem Löffel oder einer Gabel miteinander verrühren. Es sollte so lange gerührt werden, bis eine glatte, leicht glänzende Paste entstanden ist.
  3. Die Mischung bei Bedarf mit mehr Öl oder Erde anpassen, bis die Konsistenz steif aber dennoch rührbar ist. Dabei kann die Paste etwas sandig wirken.
  4. Gesicht, Hals und Dekolleté gründlich mit warmem Wasser und einer milden Waschlotion reinigen. Das warme Wasser öffnet die Poren und sorgt so für eine bessere Aufnahme der Wirkstoffe.
  5. Auf die noch feuchte Haut die Paste gleichmäßig und etwa zwei bis vier Millimeter dick auftragen.
  6. Die Maske verbleibt auf der Haut, bis sie durchgetrocknet ist. Dabei hellt sie sich auf, wird rissig und bröcklig.
  7. Zum Entfernen stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder wird die Maske mit viel warmem Wasser abgewaschen und die Poren im Anschluss mit einer kurzen, kalten Spülung geschlossen. Diese Art ist recht schonend. Oder die Maske wird mit Fingern oder einem trockenen Tuch von der Haut abgerubbelt. Dadurch wirkt sie zugleich als Peeling und entfernt abgestorbene Hautzellen und regt die Durchblutung intensiv an. Im Anschluss wird die Haut aber auch hier gründlich abgespült.

Anleitung für die Verwendung des Hautöls

Arganöl kann als Hautöl zur Pflege pur verwendet werden. Sparsamkeit ist hier jedoch der Schlüssel zum Erfolg. Keinesfalls sollte nach dem Einsatz lange ein fettiger Glanz über der Haut liegen. Zum einen ist dies natürlich unpraktisch, da hierunter die Kleidung schnell leiden würde und sich die Dauer der Pflege deutlich verlängert. Zum anderen lässt eine zu hohe Dosis des Öls die Haut bei regelmäßiger Anwendung austrocknen. Es reicht stattdessen aus, die Fingerspitzen zu benetzen und das Arganöl Zentimeter für Zentimeter in die Hauteinzumassieren. Alternativ kann es in eine geeignete Sprühflasche gegeben werden, die es sehr fein zerstäubt. Entsprechende fertige Produkte finden sich natürlich ebenfalls.

Anders verhält es sich bei Mischungen mit befeuchtenden Substanzen und Zusätzen. Diese dürfen etwas großzügiger aufgetragen werden, da die austrocknenden Wirkstoffe ausgeglichen werden.

 

Zudem sollten die folgenden Punkte Beachtung finden:

  • Hautöl zur Pflege nur auf gereinigter Haut anwenden
  • Durch feuchte Wärme, beispielsweise bei Dusche, Wannenbad oder Spülungen, öffnen sich die Poren und werden aufnahmebereiter
  • Das Auftragen der Kosmetik möglichst mit einer Massage verbinden
  • Zum Schutz von Kleidung und anderen Textilien das vollständige Einziehen des Öls abwarten

Vorteile eines Peelings und Scrubs mit Marokkanischem Öl

Das Arganöl eignet sich nicht nur pur, mit anderen Ölen gemischt oder als Bestandteil in Cremes und Masken – es kann auch bei Peelings und Scrubs eingesetzt werden. Die Vorteile hierbei sind, dass durch das peelende Material, wie feiner Seesand, Salz oder Zucker, die Haut von Verunreinigungen und alten Hautzellen befreit wird. Das Öl kann auf diese Weise deutlich besser in die Haut einziehen und seine Wirkung effektiver entfalten. Körper, Gesicht und sogar Lippen gönnen mit dieser Behandlung gepflegt, verwöhnt und erfrischt werden. Raue, schuppige und leicht verhornte Stellen werden wieder sanft, glatt und geschmeidig.
Bei Scrubs und Peelings gilt aber wie so oft: Weniger ist mehr. Die Maßnahme sollte nicht allzu oft angewendet werden. Ansonsten wird die Haut ihres Schutzes beraubt, was zu erheblichen Problemen führen kann. Darunter ein Austrocknen, Aufreißen und Verhornen. Es sollte also Maß gehalten werden.

 

Anleitung für Scrub und Peeling

Wie bereits erwähnt können für das Peeling der Haut feiner Seesand, Salz oder Zucker eingesetzt werden. Die Hauptsache ist, dass die Partikel sehr klein und fein sind, scharfe Kanten dürfen sie nicht aufweisen. Bei einer sehr empfindlichen Haut die schnell zu Reizungen neigt, empfiehlt sich daher auch gemahlener Kaffee. Gemischt und angewendet wird das selbstgemachte Peeling wie folgt:

  1. Für ein Ganzkörper-Scrub reicht in der Regel etwa eine Tasse des peelenden Mittels aus. Zu diesem wird tropfenweise Öl gegeben, bis daraus eine Art Paste entsteht. Die Paste sollte nicht zu flüssig werden, sondern beim Umrühren und Herausziehen des Löffels an ihm kleben bleiben.
  2. Die Haut wird durch warmes Baden, Duschen oder Waschen vorbereitet. Wasser und hohe Temperaturen öffnen Poren und weichen die obere Hautschicht auf, wodurch das Peeling effektiver wirken kann.
  3. Auf die noch feuchte und warme Haut wird der Scrub in kreisenden Bewegungen aufgetragen.
  4. Um den erwünschten Effekt zu erzielen, wird die Bewegung auf allen Bereichen für zwei bis fünf Minuten fortgesetzt. Die Dauer variiert je nach Beschaffenheit der Haut.
  5. Im Anschluss wird der Scrub mit reichlich warmem Wasser abgespült. Sind alle Reste entfernt, kann für einige Sekunden kalt geduscht werden, damit sich die Poren wieder schließen.
  6. Abschließend ist die Haut vorsichtig und sanft trocken zu tupfen.

Wichtig ist, dass das Peeling zu keiner Zeit unangenehm oder gar schmerzhaft wird. Stellen sich Brennen oder ein wundes Hautgefühl ein, sollte die Behandlung auf dem betreffenden Areal sofort abgebrochen werden. Zu beachten ist außerdem, dass nur mit wenig Druck vorgegangen wird. Leichtes Reiben und Massieren sind ratsam.

 

Arganöl für die Reinigung der Haut

Häufiges Waschen kann die Haut mit der Zeit austrocknen. Vor allem, wenn dazu nicht nur Wasser, sondern auch Waschlotionen oder Make-Up-Entferner eingesetzt werden. Besonders strapazierte und beanspruchte Hautkann daher von einer Reinigung mit Arganöl profitieren. Dazu wird etwas Öl auf einen Wattepad gegeben und die Haut damit abgerieben. Diese Maßnahme entfernt nicht nur Rückstände, Kosmetik und Verschmutzungen, die sich im Laufe des Tages ganz automatisch auf der Haut ansammeln, sondern auch Keime. Die Wirkstoffe im Öl der Arganie hemmen die Ausbreitung von Viren, Pilzen und Bakterien und können hierdurch Infektionen und Entzündungen vermeiden oder zumindest das Risiko für diese reduzieren.
Zudem wird die Haut sanft gesäubert und geschont, was insbesondere bei sehr trockener Haut entscheidend ist.

 

Marokkanisches Öl gegen Wunden und Insektenstiche

Arganöl wirkt sich positiv auf die Heilung aus. Es beruhigt und hemmt Entzündungen, mildert Juckreiz und aktiviert die Hauterneuerung. Aus diesen Gründen ist es ideal bei Verletzungen, wie Schnitt- und Brandwunden, aber auch bei Insektenstichen. Wird es bei derlei Problemen angewendet, beschleunigt und verbessert sich der Heilungsprozess. Die Narbenbildung ist optisch unauffälliger.
Dafür ist es lediglich notwendig, das Arganöl pur oder mit einer befeuchtenden Substanz, wie Aloe Vera oder Fig Cactus Oil vermischt, anzuwenden.
Das Öl wird direkt auf die Wunde gegeben und mit sauberen Fingern oder beispielsweise einem Wattestäbchen vorsichtig verteilt. Das Einmassieren ist möglich, sollte aber vom Schmerzgrad abhängig gemacht werden. Bei kleineren Insektenstichen ist das natürlich eher möglich, als bei einer frischen Verbrennung oder einem Schnitt.
Das Öl darf im Anschluss einwirken und wird nicht entfernt. Je nach Schweregrad der Verletzung sollte die Behandlung zwei bis fünf Mal täglich erfolgen. Und das über mehrere Tage hinweg.

 

Das flüssige Gold in der Narbenpflege

Das flüssige Gold Marokkos treibt nicht nur die Heilung, sondern auch die Zellerneuerung der Haut an. Es kann aufpolsternd wirken und Schäden ausgleichen, weswegen es sogar in der Narbenpflege eine wunderbare Bereicherung ist. Ob es sich dabei um einen frisch verheilten Schnitt oder einen alten Dehnungsstreifen handelt – sichtbare Erfolge können in fast jedem Fall erreicht werden. Bessere Resultate sind jedoch möglich, wenn die Narbenpflege möglichst zeitig einsetzt.
Dazu wird ein wenig des Arganöls etwa zwei Mal täglich in die Narbe massiert. Je nach Zustand des Gewebes kann sich bereits nach wenigen Tagen eine Verbesserung zeigen. Darunter fällt auch die Aufhellung des dunklen oder geröteten Bereichs, wodurch die Narbe insgesamt unauffälliger wird.

 

Arganöl als Lippenpflege

Die Haut der Lippen ist vergleichsweise dünn und verfügt nicht über Talgdrüsen, wodurch sie sich selbst nicht schützen kann. Das bedeutet einen schnelleren und größeren Feuchtigkeitsverlust, eine erhöhte Anfälligkeit für Trockenheit, Risse und Verletzungen. Gerade bei sehr kalter, warmer oder trockener Luft, starkem Sonnenschein oder sonstigen größeren Belastungen kommt es daher schnell zu Schäden an der zarten Haut. Wer diese bereits im Vorfeld verhindern oder möglichst zügig ausgleichen möchte, greift häufig zu Lippenpflegestiften. Und dann immer öfter und öfter. Denn die handelsüblichen Produkte schaffen nur kurz Abhilfe. Um das gepflegte Gefühl zu erhalten, muss der Abstand zwischen dem Auftragen also stetig verkürzt werden. Anders bei Arganöl. Das bereits beschriebene Peeling kann dabei helfen, die rissigen, spröden Lippen zu glätten. Das Auftragen des puren Öls oder entsprechender Pflegeprodukte baut den Selbstschutz der Haut auf und bringt sie ins Gleichgewicht. Zudem hemmt es schädliche Einflüsse. Dadurch ist es nicht notwendig, das Öl immer häufiger aufzutragen. Stattdessen kann nach der anfänglichen Ausgleichsphase die Auftragshäufigkeit in der Regel verringert werden. Eine ein- bis zweimalige Pflege pro Tag reicht für gewöhnlich absolut aus.

Das Öl der Arganie kann als Scrub, pures Öl oder spezielle Lippenpflege verwendet werden.

 

Nägel und Nagelhaut mit Arganöl pflegen – So geht es

Brüchige, rissige oder spröde Nägel und verhärtete Nagelhaut sind alles andere als selten – aber auch hiergegen kann das Arganöl helfen. Sogar Nägel mit Rillen lassen sich durch eine regelmäßige Anwendung des Öls glätten. Die dafür nötige Anwendung ist nicht schwierig und auch zeitlich nicht aufwendig.
Es reicht aus, etwas Öl auf den Nägeln und der Nagelhaut zu verreiben. Und das am besten täglich. Abgespült werden muss es nach der Behandlung nicht. Dafür ist jedoch Geduld gefragt. Selbst wenn sich die Nägel bereits deutlich erholen, sind Ergebnisse oft erstmals nach Wochen sichtbar. Das ist schlicht darin begründet, dass dieNägel recht langsam wachsen.

 

Haare und Kopfhaut pflegen und schützen

Haare, die zu Spliss neigen, und schuppige Kopfhaut treten häufig auf. Durch die Vielseitigkeit des Arganöls kann es aber auch hier Abhilfe schaffen. Um die Haare legt es sich wie ein Schutzfilm, der vor Reibung und Trockenheit bewahrt. Auf der Kopfhaut sorgt es für die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts, hemmt Keime und Entzündungen.
Während es auf der Kopfhaut einmassiert wird, wird es nur leicht und strähnchenweise durch die Haaregestrichen. Eine Einwirkzeit von einer Nacht erweist sich in der Regel als optimal. Das Haar glänzt bei regelmäßiger Anwendung schön und natürlich und wird zudem widerstandsfähiger. Die Kopfhaut wird gesünder und kann sich von Schuppen befreien.

 

Fellpflege mit Arganöl bei Hund, Katze und Pferd

Wie das menschliche Haar auch, können tierische Felle von einer Pflege durch Arganöl profitieren. Aber nicht nur hier ist das Öl zur Pflege ideal, auch auf der Tierhaut kann es angewendet werden. Schuppige Bereiche, Wunden, Ekzeme und Stiche von Insekten sowie Parasiten lassen sich bei den Vierbeinern wunderbar mit dem Öl der Arganie behandeln. Das Öl wird in der Regel besser vertragen, als andere handelsübliche Mittel zur Pflege – auch von allergischen Tieren.

 

FAQs

Eignet sich Arganöl als Sonnenschutz?

Arganöl schützt die Haut auf natürliche Weise vor Sonnenschäden. Es kann jedoch auch dann noch angewendet werden, wenn die Haut bereits verbrannt ist. Vermischt mit einem befeuchtenden Mittel, wie beispielsweise Aloe Vera, wird es dazu auf den Sonnenbrand aufgetragen und sanft eingerieben.

 

Warum benötigt das Arganöl keine Konservierungsstoffe?

Die Wirkstoffe im Arganöl sorgen für eine natürliche Selbstkonservierung, weswegen Argan-Kosmetik auf weitere konservierende Zusätze verzichten kann.

 

Hilft das Marokkanische Öl auch bei Brandwunden?

Die heilende und entzündungshemmende Wirkung erstreckt sich auch auf Verbrennungen. Das Öl kühlt und lindert Spannungsgefühle, zudem treibt es die Heilung voran. Zur Behandlung wird das Öl auf die Wunde sanft aufgeträufelt und – wenn es Schmerzen und Grad der Verbrennung erlauben – leicht mit Fingern oder besser noch sterilen Hilfsmitteln, verteilt. Die Anwendung sollte mehrmals täglich wiederholt werden.

 

Kann dem Arganöl ein Duft beigesetzt werden?

Das Arganöl hat einen ganz eigenen Duft, der von manchen als mehr oder weniger angenehm empfunden wird. Für gewöhnlich verfliegt er bereits nach wenigen Minuten, selbst wenn er nicht als angenehm empfunden wird, muss er also nicht für lange Zeit ertragen werden. Wer sich dennoch nicht damit anfreunden oder gar abfinden kann, hat noch eine weitere Möglichkeit: Das Überdecken des Geruchs. Rosen, Rosmarin oder Minze – hier darf die eigene Vorliebe entscheiden. Und das mit wunderbaren Nebeneffekten. Nicht nur, dass die ätherischen Öle die Nase betören, sie haben auch einen Effekt auf das allgemeine Wohlbefinden, Haut, Haare und Nägel. Lavendel beruhigt, Rose entspannt und entkrampft, Minze wirkt anregend – sich hier einmal ausführlicher zu informieren lohnt sich also doppelt und dreifach.

 

Eignet sich Arganöl für Allergiker?

Personen mit empfindlicher Haut können problemlos Arganöl zur Pflege einsetzen, sie sollten jedoch auf die richtige Aufbereitung setzen. Schonend und besonders sanft sind gefilterte Arganrohölprodukte oder Mischungen. Gleiches gilt für Allergiker. Durch die rein natürlichen Inhaltsstoffe kann das Öl der Arganienkerne für Allergiker sogar noch besser geeignet und verträglich sein, als handelsübliche synthetische Kosmetik. Ein zunächst sparsames Anwenden zum Testen der Verträglichkeit ist aber dennoch empfehlenswert, gerade wenn es sich um bereits strapazierte oder allergisch gereizte Haut handelt.

 

Gibt es Unterschiede beim gefilterten und ungefilterten Arganöl?

Das Öl der Arganie wird unterschiedlich auf- und verarbeitet, weswegen es hier durchaus Differenzen geben kann. Ungefiltert oder gefiltert, geröstet oder roh – diese Unterscheidungen haben durchaus Bedeutung. In erster Linie wirken sie sich auf die Verträglichkeit aus. Besonders wirksam und intensiv sind rohe Öle, die ungefiltert sind und daher noch alle Bestandteile enthalten. Diese können aus diesem Grund auch einen Niederschlag bilden. Hierdurch sind sie sehr intensiv in ihrer Wirkung, für allzu sensible Haut jedoch nicht in purer Form geeignet.

Gefiltertes Arganöl ist im Vergleich schwächer in der Wirkung, dadurch allerdings auch für alle Hauttypen – selbst Babys und Allergiker – geeignet. 

 

Unterschiede des Arganöls für die Pflege von Haut, Haaren und Nägeln

Arganöl wird grundsätzlich nach der Aufbereitung in geröstet und ungeröstet unterschieden. Während das Öl der gerösteten Kerne einen besonders hohen kulinarischen Wert hat, ist das ungeröstete Rohöl in der Kosmetikinteressant.

Zudem gibt es Unterschiede bei den Produkten. Reines Jungfrau-Argan-Öl beispielsweise, kann pur angewendet oder nach Bedarf verdünnt werden. Es ist allerdings nicht für besonders empfindliche Hauttypen geeigneten. Bereits angefertigte Mischungen oder gefilterte Öle sind leichter und damit noch verträglicher.

 

Produkte

Cosmos Co Reines Jungfrau Argan Öl

Bei dem Cosmos Co Reines Jungfrau Argan Öl handelt es sich um das gefilterte Rohöl der Arganie. Durch die Filterung ist es deutlich besser verträglich und sanfter in der Wirkung, wodurch es sich für alle Hauttypen eignet. Auch die zarte Babyhaut und empfindliche oder bereits gereizte allergische Haut kann mit diesem Argan Öl behandelt werden.

Gerade bei sensiblen Hauttypen ist das reine Jungfrau Öl eine Empfehlung, da es frei von Konservierungsstoffen ist.
Das reine Öl konserviert sich durch seine natürlichen Inhaltsstoffe selbst für etwa zwei Jahre, sollte aber dennoch kühl und dunkel aufbewahrt werden, um die Haltbarkeit zu verlängern. Da es sich um ein naturbelassenes Produkt handelt, geht von ihm auch das typische Argan-Aroma aus. Dieses wird nicht von jedem als angenehm empfunden, kann jedoch mit ätherischen Ölen vermischt und so überdeckt werden. Allerdings verfliegt der Duft auch von allein wenige Minuten nach dem Auftragen.

 

Cosmos Co Argan Lippenbalsam

Für die leichte und schnelle Pflege der Lippen ist der Argan Lippenbalsam ideal. Er besteht zu 100 Prozent aus reinem Arganöl und lässt sich einfach auftragen, wodurch er auch ideal für unterwegs ist.

 

Cosmos Co Sweet Skin Argan Creme – No Water All Day Care Crème

Die Sweet Skin Argan Creme ist eine Feuchtigkeitscreme, die nur aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht, die cremige und leicht aufzutragende Konsistenz erhält sie durch den Zusatz von Glycerin.
Die Creme trägt den natürlichen Duft der Arganie, kann jedoch mit einem Zusatz natürlicher ätherischer Öle im Aroma verändert werden.

Sie eignet sich zur Hautpflege und zur Haarpflege, da sie im Haar als Maske angewendet werden kann.

 

Cosmos Co Argan Bronze

Argan Bronze ist ein natürliches Sonnenöl, das bereits mit weiteren Wirkstoffen gemischt ist und sich dadurch für häufigere Anwendungen eignet.

 

Cosmos Co Argan Aftersun

Zur Regeneration der Haut ist das Argan Aftersun ideal. Es pflegt und baut den zerstörten Schutz wieder auf, hilft bei der Heilung und besteht zu 100 Prozent aus natürlichen Bestandteilen.

 

Quelle:
– Über Arganöl
– Cosmos Co

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